Berlinale war gestern – jetzt kommt die PRENZLAUERBERGINALE | Prenzlberger Stimme

Berlinale war gestern – jetzt kommt die PRENZLAUERBERGINALE

 

Was vor rund einem Jahr als bescheiden als “Prenzlauer Berg Filmreihe” im Bezirksmuseum in der Prenzlauer Allee begann, wird in diesem Jahr zu nichts geringerem, als die PRENZLAUERBERGINALE 2017.

“Das Versteck” mit Manfred Krug und Jutta Hoffmann.
Foto: DEFA-Stiftung/ Waltraut Pathenheimer

Dazu sind die Veranstalter sozusagen außer Landes gegangen: Ein paar Meter südlich von Prenzlauer Berg zum Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte.
Im wunderschönen alten Filmtheater “Babylon” werden beginnend vom 28 Februar bis zum 28. März an vier Abenden (einer je Woche) Spielfilme und Dokumentationen mit Bezug zu Prenzlauer Berg zu sehen sein. Eine Nachwendeproduktion folgt drei DEFA-Filmen, alles hat irgendwie etwas mit „Liebe, Alltag und Sozialismus“ zu tun.

Die Dokumentationen sind thematisch breit gefächert. Es geht um ein Gaswerk, das zur Vorzeigesiedlungen wurde, um Fahrten mit der Straßenbahn kurz nach der Wende und um den Blick vom Westen auf Prenzlauer Berg.

“Jahrgang 45” – Foto: DEFA-Stiftung

Zur Halbzeit der Prenzlauerberginale am 14. März gibt es einen Themenabend zur Berliner Mauer.
Es werden Kurzdokumentationen zum Leben an der Mauer, geglückte und gescheiterte Fluchten, aber auch heimlich gemachte Filmaufnahmen aus von der Ost-Seite gezeigt. Hauptfilm des Abends ist der Film „Mauerhase“, der 2010 für den Oscar nominiert war.

An allen Abenden sind Regisseure, Schauspieler und Protagonisten der Filme zu Gast. So werden unter anderem die Schauspielerinnen Jutta Hoffmann und Monika Hildebrand und der Dokumentarfilmer Jürgen Böttcher zum Gespräch bereit stehen.
Auch Journalisten wie Peter Wensierski (einst beim SFB-Magazin „Kontraste“, heute beim „Spiegel“ tätig) und Wilfried Kaute (WDR)haben ihr Kommen zugesagt – ebenso wie Erstbewohner des Ernst-Thälmann-Parks und der Fotograf des Gaswerkes Dimitroffstraße.
 

Fotoausstellung: Prenzlauer Berg in den Siebzigern

Begleitet wird die Prenzlauerberginale von der bereits m 9 Februar erüffneten Ausstellung “Berlin Prenzlauer Berg , Fotografien von Bernd Heyden 1969-1980”.

Foto: Bernd Heyden. 1970

Bernd Heyden [1940-1984] war einer der großen Fotografen von Prenzlauer Berg – in einer Zeit, als der Bezirk noch dem Verfall preisgegeben war und von der Arbeiterklasse geprägt wurde. Selbst ein Kind von Prenzlauer Berg, zeigen die Bilder von Bernd Heyden ganz behutsam einen Alltag, wie es ihn heute im Kiez nicht mehr gibt.
Bernd Heydens Bilder sind Teil des kollektiven Gedächtnisses, jeder hat einzelne Bilder irgendwo schon mal gesehen. Die letzte große Ausstellung ist allerdings 1987, vor genau 30 Jahre, in Berlin gezeigt worden.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Bildagentur Preußischer Kulturbesitz und dem Freundeskreis Willy-Brandt-Haus. Präsentiert wird die Ausstellung vom Geschichtsbüro Müller und dem Babylon mit Unterstützung der GASAG.

Die Ausstellung ist wochentags täglich von 17 Uhr bis Betriebsende geöffnet. Am Wochenende startet der Kinobetrieb bereits am Vormittag, die tatsächlichen Öffnungszeiten kann man der Homepage des Kino Babylon entnehmen.

Grundsätzlich sind Kino und Ausstellung bereits 30 min vor der ersten Vorstellung geöffnet.

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Weitere Informationen zur PRENLAUERBERGIALE unter www.prenzlauerberginale.berlin

Weitere Informationen zur Fotoausstellung unter www.berndheydenimbabylon.com

 

 

 

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