Der neue AfD-Stadtratskandidat Daniel Krüger: Gestern CDU Tempelhof, heute AfD Pankow | Prenzlberger Stimme

Der neue AfD-Stadtratskandidat Daniel Krüger: Gestern CDU Tempelhof, heute AfD Pankow

 

So schnell, wie dieser Mann die Partei tauscht, wechseln andere nicht einmal ihre Unterhemden.
 

Wie der Tagesspiegel berichtet, hat die AfD Pankow den ehemaligen Bezirksstadtrat für Bauwesen von Tempelhof-Schöneberg Daniel Krüger als Stadtrat für die in Pankow nach wie vor vakanten Bereiche öffentliche Ordnung, Natur und Umwelt nominiert.

Krüger, der seit 1996 Mitglied der CDU ist, musste seinen Tempelhofer Sessel Ende vergangenen Jahres räumen, da der Union nach ihren herben Wahlniederlage auch ein Stadtratsmandat abhanden gekommen war.
Wie der Tagesspiegel weiter berichtet, wollte der frischgebackene AfD-Kandidat noch am Donnerstagabend aus der CDU aus- und in die Partei Alternative für Deutschland eintreten.

Daniel Krüger wurde 1969 in im Ostberliner Stadtbezirk Friedrichshain geboren. Von 1975 bis 1987 besuchte er erst die Polytechnische, danach die Erweiterte Oberschule, auf der er 1987 sein Abitur ablegte.
Danach ging er als freiwilliger Zeitsoldat zur Nationalen Volksarmee der DDR, den Wehrdienst leistete er bei den DDR-Luftstreitkräften in Trollenhagen bei Neubrandenburg ab.

Im Jahr 1990 nahm er an der technischen Universität Berlin ein Studium auf, das er 1996 als Abschluss als Diplom-Ingenieurin der Fachrichtung Verkehrswesen abschloss.

Danach war er eigenen Angaben zufolge in verschiedenen Unternehmen im Verkehrsplanungssektor mit den Schwerpunkten Planung ÖPNV, verkehrliche Rahmenkonzepte, Verkehrskonzepte für Großveranstaltungen vornehmlich für Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbünde und öffentliche Verwaltung tätig.
Bis 2011 arbeitete er als Projektleiter für die Verkehrsinformationszentrale Berlin.
 

Erst Anfang März in den CDU-Kreisvorstand Tempelhof-Schöneberg gewählt

Daniel Krüger war zwei Jahre lang Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain bzw. Friedrichshain-Kreuzberg. Seit 2000 war er Mitglied im CDU-Kreisverband Tempelhof-Schöneberg.
Ab dem Jahr 2006 Mitglied der BVV Tempelhof-Schöneberg. 2011 erfolgte seine Wiederwahl in die BVV Tempelhof-Schöneberg, die ihn dann zum Bezirksstadtrat für Bauwesen wählte.

Daniel Krüger wurde erst am 4. März in den Kreisvorstand der Tempelhof-Schöneberg gewählt, was nicht auf inhaltliche Differenzen mit seiner bisherigen Partei schließen lässt. Offenbar sind seine Motive, nun zur AfD überzuwechslen und für die Rechtsaußenpartei das Pankower Stadtratsamt zu übernehmen, anderer, als politischer Natur.

Die AfD Pankow hat angekündigt, Daniel Krüger auf der kommenden Tagung der BVV Pankow am 5. April zur Wahl für den ihr zustehenden Bezirksstadtratsposten aufzustellen.
 
Krügers Kandidatenvorgänger Nicolas Seifert war in den vergangenen Monaten bei insgesamt sieben Wahlgängen durchgefallen, da die große Mehrheit der Bezirksverordneten ihn weder fachlich noch sachlich und charakterlich für das Amt geeignet hielt.

 

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12 Kommentare zu “Der neue AfD-Stadtratskandidat Daniel Krüger: Gestern CDU Tempelhof, heute AfD Pankow”

  1. Na, endlich ein kompetenter Kandidat. Ich hätte ihn ja wenigstens noch parteilos aufgestellt.

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  2. 🙁

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  3. Die sind ja überall

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  4. Es wird Zeit, dass die anderen Stadträte entlastet werden, die das ja auch mitmachen müssen.

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  5. Pankow hat leider erschreckend viele rechte wähler…..

    Es ist total egal wo der vogel herkommt…. die Partei und die ideologie sind falsch.

    Aber als demokrat muss man ihnen (leider) zugestehen sich zur wahl zu stellen

    …und hoffen dass der auch durchfällt ???

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  6. Pankow hat auch erschreckend viele linke Wähler 🙂
    Und auch das nennt man Demokratie.

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  7. Die mag ich auch nicht ?

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  8. Mittlerweile ist das rechts, was durch die Medien als rechts dargestellt wird. Linke betreiben eine Politik, die vormals als rechts galt, verkaufen es aber als links. Mit Inhalten der “Rechten” wird sich gar nicht mehr auseinandergesetzt, es wird direkt in den Diffamierungsmodus geschaltet.
    Wer hat sich denn die letzte Zeit tatsächlich mit Parteiprogrammen auseinandergesetzt?
    Die Politik der aktuellen Regierung ist *objektiv* schlecht für das Land. Man lässt sich aber durch immer dieselben Manöver ablenken.
    Wie gut ist wohl die “Willkommensinfrastruktur” von Rot-Rot-Grün für Berlin und die BRD? Man zeigt aber lieber auf Parteien, die ohnehin nichts zu sagen haben.

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  9. Welche demokratie

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  10. Wenn ich das schon lese:
    Als Demokrat muss man ihn leider Wählen !
    Unglaublich !
    Lasst ihn doch die Hemden Wechseln. Die Kanzlerin wechselt ihre Standpunkte doch auch immens schnell.
    Alternativlos !

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  11. Sven

    Mrz 22. 2017

    Was soll denn das jetzt alle heißen? In der CDU war er ein guter Mann und jetzt plötzlich, böser Bube, wie niedrig ist dieses Denken. Ich bin kein AfD Wähler aber bei solchen Einstellungen werd ichs irgendwann.. Mein Gott…

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