In eigener Sache | Prenzlberger Stimme

In eigener Sache

 

Wer in den vergangenen zwei Wochen auf die Seiten der Prenzlberger Stimme gelangen wollte, blickte zuweilen ins Leere. Beziehungsweise auf einen Bildschirm mit der wenig erfreulichen Aufschrift „Forbidden“. Oder „504 Gateway Time-out“ – was ja auch nicht besonders spannend ist.

Der Grund für diese Ausfälle liegt in einem Wechsel des Providers, für den die Prenzlberger Stimme nichts kann: Der bisherige Anbieter hatte seine Klitsche verkauft und der neue Eigentümer – eine Firma namens „Velogrid“ aus Aachen – „migrierte“ nun die Daten in sein System. Das Ergebnis konnte man darauf bewundern – und zwar nicht nur bei der Prenzlberger Stimme…

Da war es doch gut, dass Velogrid auf seinen Hilfe-Seiten einen „Telefon-Support“ anbot. Also flugs die Nummer gewählt…

Tja.

Da gabs dann eine Bandansage: Man möge doch, wenn man nicht klarkäme, die „Hilfe“-Seiten des Unternehmens aufrufen – und wenn das nicht hülfe, könne man ja eine E-Mail schicken.

Die E-Mail wurde also verschickt… – Stunden später kam eine Antwort zurück, die irgendwie in die Welt passt: „…bei Ihrer Migration scheint es einen Fehler gegeben zu haben. Wir starten das erneut, Sie erhalten nach Abschluss eine E-Mail. Sollte es dann noch Probleme geben, kommen Sie bitte auf mich zu.“.
Das erste mal in meinem Leben hatte ich also ein Migrationsprobleme.

Gern wäre ich auch auf den unterzeichnenden Geschäftsführer des Unternehmens auch zugegangen, aber Aachen liegt für einen Fußweg denn doch ein bisschen zu weit entfernt.

Und der schnellste Fußgänger bin ich ja sowieso nicht.

Noch weniger schnell bewegte sich allerdings von nun an die Webseite. Asthmatisch ist da noch ein freundlicher Ausdruck.
Es dauerte jedesmal Minuten, bis ein Bild hochgeladen oder ein Text abgespeichert war. Nun gut, andere würden das vielleicht „Entschleunigtes Arbeiten“ nennen und sich wohlig zurücklehnen…
 

Mehrfach klinisch tot

Nach neun Tagen, am frühen Nachmittag des 23. März, war die Luft völlig raus. Ein letztes Röcheln und dann „504 Gateway Time-out“ beziehungsweise „Forbidden“, wissen schon… Die Seite war praktisch klinisch tot

Also Telefonsupport… Anruf… Bandansage… E-Mail schreiben…

Schon nach nur drei E-Mails und einen geschlagenen Tag Wartezeit meldete sich die Weltfirma Velogrid zurück. Mit der Botschaft, dass die Prenzlberger Stimme… die… die Prenzlberger Stimme!!! den Server überlaste und deshalb automatisch abgeschaltet wurde!

Man schaltete die Seite wieder zu.
Sie lief eine geschlagene Stunde, wurde dann langsamer und langsamer… – Ebbe!

Nach einer weiteren E-Mail – die, zugegeben, nicht so ganz freundlich war – bequemte sich in Aachen sogar jemand dazu, zum Telefon zu greifen um persönlich mit der Prenzlberger Stimme zu sprechen.

Danach wurde die Seite wieder in Betrieb genommen. In einer nachfolgenden E-Mail teilte man mit mitgeteilt: „Danke für das Telefonat. Wir haben die Seite jetzt mal bearbeitet. Bitte beobachten Sie das auch. Derzeit ist der Server noch zusätzlich durch Migrationen belastet. Das sollte automatisch am Wochenende besser werden, da der Server dann nicht mehr für weitere Migrationen benutzt wird.“

Also versuchte der Autor dieser Zeilen vorsichtshalber erst am Sonntagabend, wieder einen Beitrag zu posten. Doch dazu kam er nicht mehr. Keine zehn Minuten, nach dem er ins Innere der Prenzlberger Stimme gestiegen war… genau!
 
E-Mail… Warten… E-mail…
 
Irgendwann Montagnachmittag dann eine Nachricht aus Aachen, und die Prenlberger Stimme durfte wieder atmen.

Wie lange? Keine Ahnung.

Unfreundlich, wie man als Berliner ist, hab ich dem Unternehmen nun gekündigt.

 
Jetzt muss ich es bloß noch schaffen, von dort die Datenbanken herunterzuladen – ohne dass dabei in Aachen wieder ein Server zusammenbricht.

 

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Kommentar zu “In eigener Sache”

  1. Daniel

    Mrz 30. 2017

    und die datenbank hatte sich verabschiedet 😉

    Reply to this comment

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