Billigvariante für den ÖPNV-Umsteigeknoten Greifswalder Straße | Prenzlberger Stimme

Billigvariante für den ÖPNV-Umsteigeknoten Greifswalder Straße


 

Kein Aufzug, keine Rolltreppe und auch sonst keine direkte Verbindung zwischen S-Bahnsteig und Straßenbahnhaltestelle am Bahnhof Greifswalder Straße: Wie eine im Auftrag der BVG erstellte Präsentation des Ingenieurbüros Vössing zeigt, setzen Senatsverwaltung und Verkehrsbetriebe an diesem Knotenpunkt, an dem täglich 13.000 Fahrgäste ein- und aus- und weitere 32.000 umsteigen auf eine Billig-Lösung.

Bisher müssen sich die Fahrgäste entweder durch einen düstere Unterführung bemühen, um wahlweise vom im Mittelstreifen der Greifswalder Straße befindlichen Haltepunkt der Straßenbahn auf eine der Straßenseiten oder in die S-Bahn-Vorhalle zu gelangen.

Als Alternative steht die zirka dreißig Meter vom S-Bahn-Zugang entfernte Kreuzung Greifswalder /Storkower Straße zur Verfügung.
Um die Fahrgastströme auf dem kürzesten und bequemsten Weg zu bewältigen, bot sich eigentlich eine drirekte Verbindung zwischen Straßenbahnhaltestelle und S-Bahnsteig an.

Doch bereits im Sommer hatte Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner erklärt, ”dass die bis dahin favorisierte Lösung mit direkten Treppen vom S-Bahnsteig zu den Straßenbahn-Bahnsteigen nicht ohne massiven Umbau der Bahnbrücken für die S-Bahn-Gleise und den Bahnsteig machbar ist. Diese Lösung würde dadurch unverhältnismäßig teuer werden und wurde daher verworfen.”

Anstelle des ungeliebten Fußgängertunnels zwischen dem Bahnhofsausgang und den Tram-Bahnsteigen soll ein direkter, ampelgeregelter Fußgängerüberweg entstehen. Im Zuge der Umbauten ist dabei geplant, die Straßenbahnhaltestelle ein Stück nach Süden zu verschieben, so dass sich die Mitte des Haltepunkts unter den Brücken befindet. Auf diese Weise soll der Zugang zum Wohngebiet Ernst-Thälmann-Park besser erschlossen werden.

Wann mit der Umsetzung des Vorhabens begonnen wird, ist zur Zeit noch unklar.

 

Die Präsentation kann man sich hier herunterladen

 

 


 

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4 Kommentare zu “Billigvariante für den ÖPNV-Umsteigeknoten Greifswalder Straße”

  1. …weshalb die Umbaupläne in der Überschrift gleich als “Billigvariante” diskreditiert werden müssen, erschließt sich mir nicht 😑 habe kürzlich an einer Begehung vor Ort mit den direkt gewählten Abgeordneten Clara West und Tino Schopf teilgenommen und feststellen müssen, wie kompliziert Eingriffe im Bahnsteig- & Gleisbereich sind…

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    • Die Eingriffe im Bahnsteigsbereich wären nicht nur komplizierter sondern eben auch teurer. Deshalb ist “Billigvariante” nicht “diskreditierend”, sondern sachlich korrekt.
      Inwieweit die Scheu vor einer “Großen Lösung” (sowohl Übergang direkt vom Ausgang, als auch ein direkter Umstieg S-Bahn-Straßenbahn) uns auf Grund absehbar rapide ansteigender Fahrgastzahlen (1. durch die neue Mobilitätspolitik des Senats, 2. wegen der durch die Wohnungsbauprojekte Lilli-Henoch- und Michelangelostraße erheblich steigende Anzahl der im Umkreis Wohnenden) uns in absehbarer zeit auf die Füße fällt, wird sich zeigen. Es steht zu befürchten, dass der Knotenpunkt dann noch einmal “angefasst” werden muss – was insgesamt teurer käme, als wenn man gleich ein “radikale” Lösung ins Auge gefasst hätte. Und unkomplizierter wird die Errichtung eines direkten Übergangs von S- zu Straßenbahn dann auch nicht.

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  2. …lassen wir einmal die Machbarkeit der verschiedenen Lösungen außen vor, bei der von Ihnen präferierten Variante müßte auf jeden Fall die Deutsche Bahn ins Boot geholt werden 😑 da bevorzuge ich unbedingt eine eher zügige Alternative von BVG und Senat – wer ein wenig Erfahrung hat, weiß, daß es ein nervtötendes Unterfangen ist, mit der DB oder ihren zahlreichen Töchtern zu einer Einigung zu kommen, auch wenn man ihnen entgegenkommenderweise die Finanzierung abnimmt, sie wissen oft selbst nicht, was sie wollen bzw. wollen sie plötzlich nach zwei Jahren etwas völlig anderes, u. a. auch deshalb, da AnsprechpartnerInnen und Zuständigkeiten oftmals wechseln…

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  3. “Zügig” ist ja auch so ein recht dehnbarer Begriff. Wie der Prenzlberger Stimme zu entnehmen ist ( http://www.prenzlberger-stimme.de/?p=77977 ), läuft die Sache schon seit den Sommer 2014. Über drei Jahre später wird dann ein Ergebnispräsentiert, dass man auch innerhalb von zwei Wochen hätte aufzeichnen können – und das absehbar in fünf oder sechs Jahren den Ansprüchen wg der gestiegenen Fahrgastzahlen nicht mehr genügen kann.

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