Der Pankower Maler Hans Vent ist tot | Prenzlberger Stimme

Der Pankower Maler Hans Vent ist tot


 

Am vergangenen Mittwoch starb der Pankower Maler und Grafiker Hans Vent. Das Bezirksamt Pankow widmete dem verstorbenen Künstler einen Nachruf.

„Mit großer Betroffenheit haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass der Maler und Grafiker Hans Vent am 31. Januar 2018, wenige Tage vor seinem 84. Geburtstag, in Berlin verstorben ist“, erklärt Bezirksbürgermeister Sören Benn (Die Linke).

Hans Vent lebte und arbeitete in Berlin-Pankow und hatte 1964 seine erste Personalausstellung im Kunstkabinett des Instituts für Lehrerbildung in Berlin-Weißensee. Sein malerisches Werk wurde zuletzt in einer umfassenden Ausstellung im Jahre 2016 in der Berliner Galerie Parterre präsentiert. Sein großformatiges Tafelbild Menschen am Strand, das im Jahre 2003 das Entree zur Ausstellung „Kunst in der DDR“ in der Neuen Nationalgalerie bildete, wurde bis vor wenigen Tagen im Potsdamer Museum Barberini gezeigt.

Hans Vent kam als junger Mann aus Weimar nach Berlin, um an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee Malerei zu studieren. Zwischen 1975 und 1986 hatte er dort einen Lehrauftrag und prägte zahlreiche Künstlerinnen und Künstler der nachfolgenden Generationen. 1982 erhielt Hans Vent den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste, deren Mitglied er seit 1990 war.

Vents autonomes Streben als Maler entfernte sich radikal von der Herstellung des im herkömmlichen Sinne schönen Bildes und bewegte sich zwischen den Polen eines den „sozialen Raum“ erforschenden Kolorismus und dem der „klassischen Linie“ verhafteten Grotesken. Als Maler der Figur und des Zwischenmenschlichen wurde er zu jenem Unruhestifter, der auch unter wechselnden gesellschaftlichen Verhältnissen in Gegenposition zur jeweils herrschenden Kunstdoktrin geriet.

Wir trauern mit seiner Witwe, der Keramikerin Christina Renker, um einen großartigen Künstler, eine unverwechselbare Persönlichkeit und einen anregenden und streitbaren Menschen.

 

Foto: SpreeTom CC BY-SA 3.0

 

 

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