Günter Hahn ist tot | Prenzlberger Stimme

Günter Hahn ist tot

 

Er war wohl einer der profundesten Kenner seines Kiezes, des Wohnviertels „Ernst-Thälmann-Park“ in Prenzlauer Berg. Nicht nur, was die aktuellen Geschehnisse betraf, die er als Akteur der „Anwohnerinitiative Thälmannpark“ mit gestaltete, sondern auch was die Geschichte seines Wohnviertels betraf, zu dessen ersten Bewohnern er zählte.

Als der damalige Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner vor vier Jahren einen Spielplatz im Thälmannpark wegen Totalverseuchnung des Untergrunds – das Wohnviertel wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Gasanstalt errichtet – schließen wollte, holte Günter Hahn alte Lagepläne des einstigen Gaswerkes aus seinem Schrank und zeigte, dass sich in nur geringer Tiefe unter dem Spielplatz das Fundament eines alten Werksgebäudes befinden muss und eine Sanierung des Platzes daher möglich ist.
Tatsächlich bestätigten vom Umweltamt vorgenommene Untersuchungen Günter Hahns Darlegung. Dass der Kinderspielplatz danach nicht planiert, sondern saniert wurde, war also nicht zuletzt sein Verdienst.

„Günter war seit Gründung der Anwohnerinitiative Thälmannpark ein äußerst engagierter, sehr zielstrebiger und hartnäckiger Mitstreiter“, schreibt die Anwohnerinitiative in einem Nachruf.
„Oft haben wir uns gefragt, woher der Senior unserer Anwohnerinitiativen die Energie für seine Aktivitäten nimmt und wie er immer so auf das Entscheidende und Wichtige konzentriert sein konnte. Günter war und ist uns in seinem persönlichen Auftreten und seiner Tätigkeit Vorbild.
Am 14. Juli konnten wir ihn noch zum 94. Geburtstag beglückwünschen. Er wird uns unvergessen bleiben und Ansporn sein, auch in seinem Sinne die Arbeit der Initiative Thälmannpark fortzuführen.“

 

Foto oben: Günter Hahn bei der Premierenfeier für die Reportage “Wildwest im Thälmannpark” im Gespräch mit der Autorin Katrin Rothe.

 

 

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