Zahl der genehmigten Wohnungsbauten in Berlin gestiegen – Pankow Spitze | Prenzlberger Stimme

Zahl der genehmigten Wohnungsbauten in Berlin gestiegen – Pankow Spitze


 

Die Berliner Bauaufsichtsbehörden haben im ersten Halbjahr 1.918 Anträge für Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau genehmigt. Das geht aus einer heute (Donnerstag) veröffentlichten Aufstellung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hervor.

Dabei liegt der Bezirk Pankow mit 345 Baugenehmigungen an der Spitze der Berliner Bezirke, gefolgt von Treptow-Köpenick (339) und Spandau (205).

 

Berlin-Trend: Weniger Genehmigungen, aber mehr Wohnungen genehmigt

Im Berliner Stadtraum wurden damit zwar 17,7 Prozent weniger Genehmigungen erteilt, als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres, doch die Zahl der genehmigten Wohnungen stieg im Bezug auf den Vergleichszeitraum auf 11.606 genehmigte Wohneinheiten (erstes Halbjahr 2017: 11.318), was ein Plus von 2,5 Prozent bedeutet.
Die Anzahl der genehmigten Neubauwohnungen beträgt 10 345 – eine Zunahme um 3,0 Prozent.
9.395 Wohnungen wurden in Mehrfamilienhäusern (+4,8 Prozent) und 715 Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern geplant (–33,1 Prozent).

Weitere 1.261 Wohnungen sollen aufgrund von Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden – zum Beispiel durch Dachgeschossausbau oder Nutzungsänderungen – errichtet werden.

Im Spitzenreiterbezirk Pankow stiegen im Gegensatz zum Berliner Trend sowohl die Anzahl der erteilten Baugenehmigungen (erstes Halbjahr 2017: 243), als auch die Zahl der genehmigten Wohnungen.

Wurden im ersten Halbjahr 2017 der Bau von 1.005 (davon Neubau: 782) genehmigt, waren es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 2.297 Wohnungen (Neubau: 2 080) Das ist mehr als eine Verdoppelung der geplanten Wohnungen.

 

Spekulation und fehlende Baukapazitäten bremsen die Realisierung

Allerdings bedeutet eine erteilte Genehmigung noch nicht, dass tatsächlich auch gebaut wird.
So wurden in Berlin im vergangenen Jahr 24.743 Wohnungen genehmigt, doch nur 15.669 auch tatsächlich fertiggestellt.
In Pankow wurde 2017 Genehmigungen für den Bau von 2.712 Wohnungen erteilt, tatsächlich aber nur 1.533 realisiert.

Die Gründe für die Differenz dürften zum einen in der weitgehenden Auslastung des Baugewerbes, zu suchen sein, zum anderen in der ungezügelten Bodenspekulation.
Denn Immobilien mit einer Baugenehmigung sind ungleich teurer zu verkaufen, als ohne. Bei den nach wie vor galoppierenden Grundstückspreisen (sie stiegen 2017 in Berlin je nach Lage zwischen 15 und 20 Prozent) lässt sich ein üppiges risiko- und leistungsloses Einkommen kaum leichter realisieren, als durch das pure Liegenlassen von Baugrundstücken.

 

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3 Kommentare zu “Zahl der genehmigten Wohnungsbauten in Berlin gestiegen – Pankow Spitze”

  1. Genehmigt und nicht bezahlbar. Toll 🙁

    Reply to this comment
  2. t Macht nur keinen Sinn wenn man die völlig übertriebenen Mieten nicht bezahlen kann oder überwiegend Eigentumswohnungen gebaut werden.

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