Hoffnung für die Gleimstraße 56? | Prenzlberger Stimme

Hoffnung für die Gleimstraße 56?


 

Der Ankauf des Hauses des Gleimstraße 56 im Zuge kommunalen Vorkaufsrechts scheint näher zu rücken. Wie der Pankower Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/ Die Grünen) am Dienstag im BVV-Ausschuss für Stadtentwicklung mitteilte, hat der Käufer auf des Hauses, eine Gesellschaft namens TSC Berlin Pi GmbH, bisher nicht auf das Angebot zum Abschluss einer Abwendungsvereinbarung reagiert. „Der Käufer hat uns hingehalten“, erklärte Kuhn den Bezirksverordneten. Auch eine von Kuhn gestellte Frist, die am Dienstag um 17 Uhr auslief, sei von den Erwerbern der Immobilie ignoriert worden.
Mit der Unterzeichnung einer Abwendungsvereinbarung, in der sich der Käufer verpflichtet, die mietpreisdämpfenden Bestimmungen des in einem sozialen Erhaltungsgebietes gelegenen Mietshauses einzuhalten, kann der Erwerber der Immobilie die Ziehung des kommunalen Vorkaufsrechtes abwenden.

Sollte es bei dem gegenwärtigen Stand der Dinge bleiben, dürfte der Eintritt des Bezirks in den Kaufvertrag wahrscheinlich sein. Bezirksstadtrat Kuhn gab sich jedenfalls optimistisch: Ein Käufer – dem Vernehmen nach eine landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft – der das Haus übernehmen würde, wäre bereits da, und wegen der Finanzierung sei man mit der Senatsverwaltung für Finanzen im Gespräch.

Das Haus Gleimstraße 56 ist eines der letzten unsanierten Mietshäuser im Gleimkietz. Der enorme Verkaufspreis legt nahe, dass der Erwerber schon aus Rentabilitätsgründen kostenträchtige Modernisierungen vornehmen wird, die die Mieten für die Wohnungen des Hauses erheblich in die Höhe treiben würden. Die Mieter, die um die künftige Bezahlbarkeit ihres Zuhauses fürchten, hatten sich nach Bekanntwerden des Hausverkaufs zu einem Verein zusammengeschlossen und durch zahlreiche Aktionen vom Bezirksamt die Anwendung des kommunalen Vorkaufsrechts für ihr Haus gefordert.
Die Bezirksverordnetenversammlung schloss sich auf ihrer Tagung Anfang Juli den Forderungen an und verlangte vom Bezirksamt, mit dem potentiellen Käufer des Hauses Gleimstraße 56 „eine Abwendungsvereinbarung zu treffen, die den hohen Anforderungen im Milieuschutzgebiet Rechnung trägt und nach Möglichkeit auch die im Haus befindlichen Kita-Plätze sichert.” Parallel seien unverzüglich notwendige Maßnahmen zur Ausübung des Vorkaufsrechts in die Wege zu leiten

 

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