Gleimstraße 56: Ursprünglicher Käufer legt Widerspruch gegen kommunalen Vorkauf ein | Prenzlberger Stimme

Gleimstraße 56: Ursprünglicher Käufer legt Widerspruch gegen kommunalen Vorkauf ein

 

Der Kauf des Mietshauses Gleimstraße 56 durch die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU im Rahmen des kommunalen Vorkaufsrechts verzögert sich.
Wie Bewohner des Hauses auf ihrer Facebookseite mitteilen, wurde sie gestern (Montag) durch das Bezirksamt Pankow darüber informiert, dass der ursprüngliche Käufer gegen die Ziehung des Vorkaufsrechts Widerspruch eingelegt hat.

Das Haus sollte ursprünglich für knapp acht Millionen Euro an eine Gesellschaft veräußert werden, deren Geschäftsführer über fünfzig weitere Immobilienfirmen führen.
Der exorbitant hohe Preis für den unsanierten Gründerzeitbau legt nahe, dass die ursprünglichen Käufer zur Erlangung einer Rendite Maßnahmen planten, die Mieterhöhungen nach sich ziehen, die die Bewohner des Hauses nicht mehr Tragen können und deshalb kurz über lang aus ihren Wohnungen ausziehen müssten.

Nach dem Bekanntwerden des Verkaufs gründeten die Mieter einen Verein und machten mit einer Vielzahl von öffentlichen Aktionen auf die Situation aufmerksam. Das Bezirksamt bot daraufhin den potenzielenn Käufern den Abschluss einer Abwendungsvereinbarung an, was jedoch auf keinen Widerhall traf. Daraufhin nahm der Bezirk das kommunale Vorkaufsrecht zugunsten der GESOBAU

Bereit zum Jahreswechsel 2017/18 hatte der Bezirk schon einmal vom seinem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht. Nach einem Widerspruch des Käufers des Hauses Belforter Straße 16 ruderte das Stadtentwicklungsamt jedoch zurück und begnügte sich mit einer Abwendungsvereinbarung, mit der sich der Eigentümer verpflichtet, die vom Bezirk vorgegebenen Kriterien des des Sozialen Erhaltungsrechts einzuhalten und so den Vorkauf abzuwenden.

 

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