Die unendliche Geschichte der Schönhauser-Allee-Parklets (Folge 1.653) | Prenzlberger Stimme

Die unendliche Geschichte der Schönhauser-Allee-Parklets (Folge 1.653)


 

Als am Dienstag vergangener Woche das Parklet vor den Schönhauser Allee Arcaden endlich eingeweiht wurde, fehlten vier der acht vorgesehenen Fahrradbügel. Begründung: Man brauche den Platz für die Einweihungszeremonie, die fehlenden Bügel würden danach aber sofort anmontiert.
Die offizielle Eröffnung ist nun seit acht Tagen Geschichte – aber die Bügel fehlen noch immer.

Auf Nachfrage teilte Dorothee Winden, Sprecherin der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, der Prenzlberger Stimme mit: “Das ist uns auch schon aufgefallen. Der zuständige Kollege hat heute bereits bei der beauftragten Firma nachgehakt. Wir gehen davon aus, dass der Aufbau der noch fehlenden vier Fahrradbügel auf dem Parklet zeitnah erfolgt.”

Doch auch ohne die vollständige Bügelzahl erweist sich der Standort des Möbels zwischen Fahrbahn und Radweg als deplatziert.
Denn zwischen Bürgersteig und Radweg befindet sich eine schier undurchdringliche “Mauer” aus abgestellten Fahrrädern. Wer sein Rad auf dem Parklet abstellt, muss also nicht nur danach die Fahrradspur überqueren, sondern dazu noch einige Meter auf eben diesem stark frequentierten Radverkehrsweg entlangspazieren, um auf den Füßgängerbereich zu gelangen. Das ist gefährlich für die da vorbeirauschenden Radfahrer und natürlich erst recht für diejenigen, die nach dem Abstellen ihre Fahrrades gezungen sind, diesen Weg zu nehmen.

Als Lösung käme eigentlich nur eine Zugangsschneise zum Parklet infrage. Mal davon abgesehen, dass das kaum ohne größeren Aufwand – zum Beispiel mit einer Absperrung – zu realisieren ist, wäre dann auch das Plus vom 16 zusätzlichen Radabstellgelegenheiten dahin.

Es bleibt dabei: Das Parklet ist an dieser Stelle kein Gewinn, sondern eine Last.

 

 

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10 Kommentare zu “Die unendliche Geschichte der Schönhauser-Allee-Parklets (Folge 1.653)”

  1. Exakt. Danke.

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  2. Das passiert wenn Leute die per Auto ins Büro fahren etwas für Fahrradfahrer planen.

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  3. 50.000 Ocken….., gab es dafür eine Ausschreibung? Für das Geld -1 Euro hätte ich denen das auch gebaut..

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  4. ja so ne Förderung ist halt auch nicht viel besser als Diktatur (aber hat ähnliche Wurzeln), trotzdem konzeptlos. Es war doch schon lange jedem klar, dass das nicht viel bringt, aber man machts halt um die Gelder zu verpulvern und überhaupt mal was gemacht zu haben, Konzept / Nutzen spielt keine Rolle, sonst hätte man ja vorher darüber nachdenken müssen, aber dafür gibt es beim Senat keine Kapazitäten.

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  5. Ullrich Shweitzer, so groß dürften die Investitionen nicht sein, denn die beiden Parklets wurden lediglich in der Bergmannstraße in Kreuzberg abgebaut und in der Schönhauser wieder aufgebaut. Die beiden haben den Sommer über in der Bergmannstraße gestanden.ent here…

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  6. Sigi Gust via Facebook

    Nov 21. 2018

    Man kommt sich wirklich vor wie bei den Schildbürgern . Das der Quatsch niemandem peinlich ist

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  7. Das ist sooooo Geil….. 🤔☝️😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂

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  8. Wenn Autofahrer da parken, latschen sie auch ohne zu gucken über den Radweg. Da ärgert sich wohl jemand, dass jetzt mehr für den Radverkehr getan wird und sucht krampfhaft nach dem Haar in der Suppe.

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