Stolpersteine für Frida und Karl Frisch verlegt | Prenzlberger Stimme

Stolpersteine für Frida und Karl Frisch verlegt

 

In Anwesenheit von Verwandten wurde gestern (Dienstag)vor dem Haus Aalesunder Straße 3 zwei Stolpersteine für für Frida und Karl Frisch verlegt.
Mutter und Sohn wohnten bis zum Jahr 1938 in diesem haus.

Als im Rahmen der sogenannten Polenaktion Familien aufgefordert wurden, an den Geburtsort des Vaters zurückzukehren, floh Frida mit ihrem polnischstämmigen Ehemann und ihrem Sohn nach Chrzanow in Polen. Chrzanow ist nur rund 20 km von Auschwitz entfernt und Fridas Neffe erinnert sich daran, dass die Familie Angst hatte, deportiert zu werden und sich daher entschied, von Chrzanow nach Krakau zu fliehen.

Im April 1940 sandte Frida ihrer Familie über das Rote Kreuz Krakau eine Nachricht. Sie teilt mit, dass sie in der Starowiślna 95 wohnen und sie wohlauf, aber ohne Arbeit sind. Danach verliert sich ihre Spur. Ihre Angehörigen vermuten, dass Frida, Leopold und Karl in Auschwitz ermordet wurden.

Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann.
Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Seither verlegte Gunter Demnig über 70.000 Steine.

 


 

Fotos (4): Melanie Schaumann

 

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