Bürgerbeteiligung und Augenhöhe | Prenzlberger Stimme

Bürgerbeteiligung und Augenhöhe

Zu einer Diskussionveranstaltung über „Neue Formen und Wege der Bürgerbeteiligung“ hatte am Freitagabend das Bürgerinitiativen-Netzwerk BIN Berlin eingeladen. In der Kulturkantine des Gewerbehofes Königstadt in der Saarbrücker Straße diskutierten die Teilnehmer mit den beiden Grünen-Landesvorsitzenden Bettina Jarasch und Daniel Wesener, wie die vielerorts erhobenen Forderungen nach direkter Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen wirksamer als bisher durchgesetzt werden können.
„Augenhöhe“ war dabei das Wort, das immer wieder zu hören war. Bürger, Politik und Verwaltung müssten auf Augenhöhe kommunizieren können. Anders wäre eine wirkliche Bürgerbeteiligung gar nicht möglich. Augenhöhe setze aber ein aber auch einen Gleichstand von Infor-
mation auf allen Seiten voraus.
Daniel Wesener berichtete aus seiner kommunalpo-
litischen Erfahrung, dass es auch für gewählte Politiker nicht immer leicht sei, einer Verwaltung die Informationen zu entlocken, die für solide Entscheidungen eigentlich nötig wären. Bettina Jarasch sprach sich für eine früh-
zeitige Einbeziehung der Bürger bei kommunalen Planungsprozessen aus. Weitere Teilnehmer berich-
teten über das Leipziger Modell der Bürgerbeteiligung.
Besondere Aufnerksamkeit erregte eine Nachricht aus Österreich: Dort wurde ein Handbuch für Bürgerbe-
teiligung herausgegeben – ohne die Bürger an der Erstellung des Werkes zu beteiligen.

Die Veranstaltung war der Auftakt einer Gesprächsreihe mit dem Titel „BIN Berlin und die Stadt“, bei der Bürger mit Politikern, Wissenschaftlern und religösen Würden-
trägern über aktuelle Themen der Stadt diskutieren.

© Fotos: Dirk Grabowski

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail


No comments.

Kommentar schreiben

Social Media Auto Publish Powered By : XYZScripts.com