Nazis wollen gegen Flüchtingsheime hetzen | Prenzlberger Stimme

Nazis wollen gegen Flüchtingsheime hetzen

mühlenstraßeDas Ende November eröffnete Flüchtlingsheim in der Mühlenstraße ist das letzte von vier Zielen einer NPD-Bustour, mit der die Nazi-Partei öffentlich gegen Flüchtlinge mobil machen will.

Wie ein Sprecher der Berliner Polizei der Prenzlberger Stimme mitteilte, hat die NPD für Sonnabend vier Kundgebungen in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften angemeldet, deren Standorte im Rahmen einer Propaganda-Bustour angesteuert werden sollen.

Neben Heimen in Hellersdorf, Köpenick und Friedrichsfelde ist auch auch die Einrichtung in der Pankower Mühlenstraße Ziel der rechtsextremen Reisegesellschaft.
Eine Kundgebung mit dem Motto „Sicher leben – Asylflut stoppen“ ist nach Polizeiangaben von der NPD für 15.15 Uhr an der Mühlen-/ Ecke Breite Straße angemeldet worden. Die einzige Gegendemonstration, so der Polizeisprecher, sei bisher (Freitag 17.00 Uhr) im Bezirk Treptow-Köpenick angemeldet worden.
Dessen ungeachtet sind im Netz Aufrufe zum Protest auch gegen die Pankower NPD-Versammlung verbreitet worden

Im betroffenen Heim in der Mühlenstraße sieht man die Nazi-Propagandatour gelassen. “Wir kennen derartige Veranstaltungen solcher Parteien schon von anderen unserer Einrichtungen”, erklärte Yvonne Lieske von der PRISOD Wohnheimbetriebs GmbH, die die Unterkunft in der Mühlenstraße betreibt. “Da die Kundgebung in einiger Entfernung vom Flüchtingsheim stattfindet, sehen wir keinen Grund, besondere Vorkehrungen zu treffen. Wie stehen aber für den Fall der Fälle in ständigem Kontakt mit der Polizei.“

 

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