Saisonabschluss mit Mama-Fußball | Prenzlberger Stimme

Saisonabschluss mit Mama-Fußball

Das war’s nun endgültig: Mit einer großen Fußballparty auf dem Teschsportplatz feierte die Jugendabteilung von Rotation Prenzlauer Berg den Abschluss der Saison. Und wie feiern richtige Fußballspieler? Klar – mit ein paar tollen Spielen! Diesmal sollten es aber keine gleichaltrigen Gegner sein, die die Jungs schlagen wollten, sondern, sondern ältere. Gegen gegen die B-Junioren, die sieben bis acht Jahre älter sind. Und als würde das noch nicht reichen: Eine ganze Generation älter waren die Spieler…äh…Spielerinnen, die dann gegen die Jungs antraten.

Wie bei solchen Anlässen üblich, musste man – bevor der ver-
gnügliche Teil des Tages begann – erst einmal den offiziellen Teil überstehen. Also versammelte sich die gesamte Jugendabtei-
lung von Rotation – das sind immerhin mehr als 300 Spieler – in Reih und Glied auf dem Teschsportplatz.
Natürlich auch die Jungs von der 1.F dabei. Geduldig harrten sie der Dinge, die da kommen mochten.
Gekommen war auf alle Fälle schon mal Bezirksbürgermeister Matthias Köhne. Man sah ihm die Freude an, neben Trainer Sascha Kummer und natürlich auch Rotation-Fußballchef Andreas Gräber zu stehen.
Obwohl er ja Mitglied bei Empor ist, sprach er nur Lobendes über Rotation. Danach gratulierte er der C-Jugend zu ihrem Aufstieg in die Bezirksliga und hängte allen Spielern eine Medaille um.
Und weil er das ganz ordentlich gemacht hatte, bekam er hinterher einen Original-Rotation-Fan-Schal geschenkt.
Doch seltsam: Nur ein paar Minuten später – Sascha hatte gerade vergessen, welche Mannschaften nun spielen sollten und sich deshalb den Spickzettel von Axel Barski ausleihen müssen – da war der Schal von den Bürgermeisterschultern verschwunden. Aber das lag bestimmt nur an den sommerlichen Temperaturen…

Dann war der offizielle Teil zum Glück auch schon zu Ende. Und weil ja nun nicht alle Mannschaften auf einmal spielen konnten (so groß ist der Tesch eben auch wieder nicht), suchten sich diejenigen, die gerade nicht auf dem Platz sein konnten eben eine andere Beschäftigung.

Dann war es aber soweit und die Jungs konnten auch endlich ran. Es wurden zum Schluss eine ganze Menge Spiele – schließlich spielte ja praktisch jeder gegen jeden. Hier beschränken wir uns mal nur auf zwei Begegnungen – schon deshalb, weil sie ganz souverän gewonnen wurden. Da wäre zum Beispiel das Match gegen die B-Junioren. Das sind die 15- bis 17jährigen – also fast schon “Alte Herren…”

Die Mannschaft war sich ihrer Stärken sicher – ganz selbstbewusst verzichtete sie darauf, ihren Stammtorhüter Mathis zwischen die Pfosten zu stellen: Der stürmte diesmal über das Spielfeld.
Aber ob das wirklich so gut war? Denn nach gar nicht allzu langer Zeit führten die B-Spieler mit 1:0
Doch dann zeigten die Jungs den Großen, wo der Bartel den Most holt.
Angriff – Schuss – Tor. 1:1 durch Severin!
Und weiter gings: Kurz vor Schluss das zweite Tor – und das war dann auch der Endstand: 2:1 für die 1. F-Jugend!
Freudentaumel und Selbstgewissheit:
Wir können jeden schlagen!


Zwischen den Spielen hatten übrigens nicht nur die Kinder keine Langeweile. Auch die Erwachsenen fanden – je nach Temperament – den ihnen gemäßen Zeitvertreib…

Aber dann war es endlich soweit – das große Spiel des Tages konnte beginnen: Die Mütter gegen die Söhne. Lange Zeit hatten sich die weiblichen Elternteile der 1. F ja geziert. Und trainiert hatten sie dann auch nur ein einziges Mal – am Abend vor dem Spiel. Das konnte doch nicht gutgehen – oder?


Gentlemen, die die Jungs nun einmal sind, hatten sie den Damen den Vortritt, und damit auch den Anstoß überlassen.

Doch kaum war das Spiel in Gang gekommen,...

...bahnte sich auch schon der erste Familien-
konflikt an: Aguibou wollte den Ball partout nicht seiner Mama über-
lassen.

Und weil sie sich nicht durchsetzen konnte, eilten ihr die anderen Müt-
ter schnurstracks zu Hilfe. "Frauensolidarität" nennt man so etwas wohl.

Doch Aguibou war weder durch geballte Fäuste, noch durch gestreckte Beine zu stoppen.

Andere Spieler waren da höflicher: "Aber bitte, meine Dame - nehmen Sie den Ball."

Die Gegnerinnen waren da deutlich unsensibler: Manch ein Spieler fühlte sich von ihnen regelrecht übergangen...

Unter "mit offenen Armen empfangen" stellt man sich irgendwie doch etwas anderes vor... .

Und wer die auffälligen Absperrgesten missachtete...

...wurde anderweitig ausgebremst.

Geholfen hatte das alles aber nichts. Die Jungs...

...gewannen am Ende souverän mit 2:0.

Auch wenn die Gegner nach dem Abpfiff durchaus freundlich miteinander umgingen, stellte der Schiedrichter vorsichtshalber noch einmal fest:

"Für jegliche mögliche innerfamiliäre Verwerfung, wie sie auf Grund des Spielergebnisses wahrscheinlich werden könnte, weise ich jede Verantwortung auf das Entschiedenste zurück!"


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© Fotos wie immer. Die Guten: Dirk Grabowski; der Rest: ODK

 

 

 

 

 

 

 

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