Fast zwei Dutzend… | Prenzlberger Stimme

Fast zwei Dutzend…

Auf dem Kunstrasen in der Tescharena wächst nun nicht wirklich etwas – am Rand allerdings sprießt es schon. Und genau dort hatte Marc am Sonnabend ein Kleeblatt gefunden – ein vierblättriges. Und das am allerersten Spieltag der Saison! Also, wenn das kein Glück bringen sollte. Dass Trainer Sascha Kummer am Ende des Spiels dennoch unzufrieden war, lag weder am Kleeblatt, noch an Marc oder an irgendjemand anders aus der Mannschaft…
 
Es war noch einmal richtig Sommer geworden an diesem ersten Septemberwochenende – und auf dem Teschsportplatz an der Dunckerstraße stand eine Premiere ind Haus: Zum ersten Mal in ihrem Fußballerleben würden sie Punktspiel absolvieren, würde es eine Tabelle geben, die die ganze Saison über geführt wird.
Gegner war die 2.E von TSV Lichtenberg, eine Mannschaft, von der man annahm, dass sie bei einer konzentierten Spielleistung der Prenzlauer Berger durchaus zu schlagen wäre. Aber dann…

Das Echo des Anpfiffs war noch nicht ganz von den Häuser-
wänden zurückgekehrt, das lag der Ball schon das erste Mal im Tor. Und zwar in dem der Lichtenberger. Und kaum wer Neuanstoß war kaum vollzogen, da zappelte die Kugel erneut im Netz. Erneut Anstoß für die Lichtenberger, Rotation kommt in Ballbesitz, zwei Spielzüge, Schhuss, 3:0.
Doch spätestens beim 7:0 wurde die Sache etwas eintönig, die Spannung war so ziemlich raus doch – die Jungs hatten Spaß ind schossen weiter. Bloß Mathis im Tor der Rotationer bohrte vor Langeweile zuweilen in seiner Nase… .
Zur Halbzeit stand es schließlich 12:0

Mit diesem Halbzeitstand schien eigentlich alles gelaufen zu sein und die Jungs hätten in der sengenden Septmbersonne durchaus einen Gang herunterschalten können.
Allerdings hatte jemand herausbekommen, dass der in derselben Staffel spielende SV Berliner Brauereien ebenfalls mit einem Dutzend Tore in die Pause gegangen war. Klar, dass nun von „Spielen im Schongang“ keine Rede mehr sein konnte – schließlich ging es nun darum, wer auf Grund des besseren Torverhältnisses die Tabellenspitze erklimmen würde.

Also ging die Jagd weiter: !3:0, 14:0, !5:0… – beim Stand von 17:0 kam dann die Nachricht: Auch die Brauer hätten nun schon siebzehn Treffer untergebracht. Also weiter. 18:0, 19:0… . Allein in den letzten fünf Minuten fielen dann noch einmal vier Treffer – Endstand: 23:0! Und weil die SV Berliner Brauereien es bei ihren siebzehn Toren beließ, sind die Jungs vom Teschsportplatz in ihrem allerersten Punktspiel Tabellenführer geworden.
Klar, die Freude darüber war groß – bloß der Trainer war etwas verärgert. Nicht wegen seiner Spieler, nein: Über die Verbandsverantwortlichen grämte er sich, die es offenbar nicht vermocht hatten, halbwegs gleichstarke Mannschaften in einer Staffel unterzubringen.


 

 

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