Freundschaftsspiel gegen SV Norden-Nordwest 1898 | Prenzlberger Stimme

Freundschaftsspiel gegen SV Norden-Nordwest 1898

Das Spiel hatte gerade begonnen, da hörte man Trainer Sascha Kummer schon rufen: „Ran Ran, lasst die Jungs doch nicht lau…“ – weiter kam er nicht, denn das 1:0 für NNW 98 war gefallen. Upps, dachten die Beobachter an der Seitenlinie, das kann ja was werden. Wurde es auch, aber anders, als es nach der ersten Minute aussah.

Es entwickelte sich ein kampfstarkes Spiel, in dem die Jungs aus der Tescharena mit fortlaufender Spieldauer die Initiative

an sich rissen. Gutes Kombinationsspiel über die gesamte Breite des Spielfeldes war zu sehen. Rechts stürmte Karl, links nahm Joo immer wieder Fahrt auf und in der Mitte wirbelten Ferdinand und Jonathan. Diese vier waren es, die eine verdiente 3:1-Halbzeitführung für Rotation herausschossen – naja, der überragende Jonathan schoss die drei Tore, aber zustande kamen sie durch gute Angriffe der Offensivabteilung.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit war schnell zu erkennen, dass sich NNW 98 einiges vorgenommen hatte. Der Druck auf das von Aguibou gehütete Tor der Schwarz-Weißen Kicker aus dem Prenzlauer Berg nahm zu. Trotzdem war das Glück nicht auf Seiten von NNW 98, denn der Ball wollte trotz bester Möglichkeiten nicht ins Tor des Gegners.

Was dann passierte, muss man wohl mit dem oft gebrauchten Satz: „… ein Spiel aus der Hand geben!“ umschreiben. Freistoß von Rotation in der eigenen Spielfeldhälfte, ausgeführt vom Torwart – allerdings direkt zum Gegner, der das Geschenk dankend annimmt und in das noch verwaiste Tor schiebt. Drei Minuten später Abwurf vom Torwart auf den Gegner, der per Kopf den Ausgleich macht. Während alle Rotationer noch verdutzt den Kopf schüttelten, nutzten die Weddinger die Konfusion und schossen die Tore Nummer Vier und Fünf. Aus einer Zwei-Tore-Führung war nun innerhalb von nicht einmal zehn Minuten ein Zwei-Tore-Rückstand geworden.

Von diesem Schock konnten sich die Rotationer nicht mehr erholen. Auch wenn der zwischenzeitliche Ausgleich zum 6:6 gelang, stand am Ende eine 6:8 Niederlage zu Buche. Von verdient oder unverdient möchte der Berichterstatter hier gar nicht sprechen, sondern eher von: Lehrreich! Lehrreich deswegen, weil für jeden Spieler heute deutlich zu erkennen war, was passieren kann, wenn die Konzentration nur für einen kurzen Moment nicht da ist.

Fazit: Keine dramatische Niederlage, sondern ein wirklich gutes Spiel mit einer sehr guten ersten Halbzeit von Rotation und einer kuriosen Zweiten. Die hängenden Köpfe nebst feuchten Augen nach dem Spiel sprachen heute Bände…


 

 

 

 

 

 

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© Fotos & Text: Dirk Grabowski

 

 

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