BSV Al-Dersimspor – SG Rotation | Prenzlberger Stimme

BSV Al-Dersimspor – SG Rotation

Wenn Simon sich seine Rückennummer bei den Spielen aussuchen könnte, würde er womöglich künftig darauf achten, dass es nicht die „14“ ist. Denn die „14“ hat ihm kein Glück gebracht. Als Trainer Sascha Kummer vor dem Training am Mittwoch die freudige Nachricht überbrachte, dass die Mannschaft beim Europameister-
schafts-Qualifikationsspiel Deutschland-Türkei als „Escort-Kids“ zusammen mit den deutschen Stars in das Olympiastadion einlaufen werden, war da auch gleich ein Wermutstropfen dabei: Nur elf der neunzehn Spieler können dabei sein. Also musste das Los entscheiden. Jeder zog eine Zahl, und auf wessen Zettel „1“ bis „11“ stand, der gehörte zu den Glücklichen. Simon zog die „14“. Da flossen dann doch ein paar Tränen…
Doch am Sonnabend, beim Auswärtsspiel Spiel gegen den BSV Al-Dersimspor auf dem Lilli-Henoch-Sportplatz am Anhalter Bahnhof, war Simon von der Traurigkeit nichts mehr anzumerken. Im Gegenteil: Er stürmte, was das Zeug hielt – und wenn Rotation an diesem Tag haushoch gewann, dann auch, weil Simon richtig gut drauf war.
Gleich zu Spielbeginn konnte man sehen: Rotation war die eindeutig bessere Mannschaft. Die Jungs in Schwarz-
Weiß stürmten von Anfang an auf das gegnerische Tor, währenddessen die eigenen Torleute (1.Halbzeit: Mathis, 2.Halbzeit: Aguibou) vor allem eines hatten: Langeweile. Ganz anders dagegen der Torwart vom BSV Al-Dersimspor: Siebenmal musste er allein in der ersten Halbzeit hinter sich greifen. Dass die Mannschaft vom Askanischen Platz so sehr unterlegen war, hatte einen Grund: Während die Rotationer schon über ein Jahr lang zusammen spielen, ist die Mannschaft von Al-Dersimspor erst vor kurzem zusammengestellt worden. „Wir haben erst zweimal zusammen trainiert“, sagte ein Betreuer des Gastgebers.
Beim Pausenstand von 7:0 wollte Trainer Sascha Kummer den ungestümen und manchmal unkoordinierten Tordrang seiner Spieler ein wenig bremsen: „Tore schießen reicht bei einem solchen Gegner nicht. Ihr müsst euch jetzt auch ein wenig auf euer Zusammenspiel konzentrieren.“
Und tatsächlich lief das Kombinationsspiel der Mannschaft in der 2. Hälfte noch besser als zuvor. Was aber nicht heißt, dass dabei nun das Toreschießen vergessen wurde: Als der Schlusspfiff ertönte, stand es 12:0 für Rotation.

 

Die Bilder vom Spiel kann man sich als Dia-(„Slide“)Show ansehen, wenn man auf PicLens klickt.

 

 

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