Kantersieg – ausbaufähig | Prenzlberger Stimme

Kantersieg – ausbaufähig

Was soll man sagen, nach so einem Spiel? Mit einem Ergebnis von 17:1 vom Platz zu gehen, sollte eigentlich ein Grund zum Jubeln sein – aber der Trainer sah das nicht unbedingt so.
 
Das Spiel hatte kaum begonnen, das war der Ball schon im Tor. Drei Minuten später musste der Sparta-Torwart erneut hinter sich greifen. Das dritte Tor folgte schnell und es schien, als würde bereits die erste Halbzeit ein zweistelliges Ergebnis bringen.
Doch die Prenzlauer Berger entwickelten erstaunliche Fähigkeiten darin, weitere Tore nicht zu schießen. Das war bei der Vielzahl der Chancen gar nicht so einfach. Als eines der besten Mittel, keine Treffer zu erzielen, erwies sich die Taktik, direkte Schüsse aufs Tor tunlichst zu vermeiden und stattdessen auch bei freier Schussbahn im Strafraum des Gegners technisch hochwertige Dribbelkunststücke darzubieten. Der Trainer am Spielfeldrand bekam derweilen nervenzusammenbruchähnliche Zustände. Auch zwei weitere Rotation-Tore besänftigten ihn nur partiell.
Und als die Lichtenberger nach dem 5:0 mit einem Blitzkonter den Ball in Mathis‘ Tor versenkten, wurde offenbar, dass bei Abwehr nicht alles zum Besten stand.
Zum Ende der ersten Spielhälfte lautete das Ergebnis nach Toren 7:1, nach Chancen hingegen ungefähr 73:8.

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In der zweiten Halbzeit lief es dann besser. Wieder war Rotation die weitaus überlegenere Mannschaft. Aguibou, der für Mathis ins Tor gewechselt war, mußte nur drei, vier Mal eingreifen. Die größten Teil der der Spielzeit stand er ziemlich einsam vor seinem Kasten herum. Vor drängten die Schwarzweißen ein ums andere Mal in den Sparta-Strafraum – und trauten sich nun öfter, als in der ersten Halbzeit, den Ball ohne viel Umschweife auf das Tor der Lichtenberger abzufeuern. Und das durchaus mit Erfolg: Zehn Treffer erzielten die Rotationer nach dem Wiederanpiff –

was eine durchaus beachtliche Frequenz darstellt: Im Durchschnitt fiel alle zweieinhalb Minuten ein Tor für die Schwarzweißen.
Doch trotz des 17:1 Endstandes schien Trainer Sascha Kummer nicht wirklich zufrieden zu sein…

Egal! Da der bisher ärgste Rivale SV Berliner Brauereien zu Hause dem BSC Marzahn 1:2 unterlag, sind die Jungs vom Teschsportplatz nun auch nach Punkten unangefochtene Nummer Eins in ihrer Staffel: Fünf Spiele, fünf Siege und 63:2 Tore! Da hatte zum Beginn der Saison wohl keiner mit gerechnet…

 


Hallo Simon!

 

Als deine Freunde von Rotation von deinem Unfall erfuhren, hatten sie erstmal einen ziemlichen Schreck bekommen. Also: Alles Gute von der Mannschaft, den Trainern und den Eltern. Auf dass du bald wieder auf dem Platz bist! Rolle, rolle!


 

 

© Fotos Dirk Grabowski

 

Und hier die Galerie zum Spiel. Wenn man auf PicLens klickt, kann man sich rund 90 Fotos von der Begegnung als Dia-Show betrachten.


 

 

 

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