Weißenseer FC – SV Buchholz: Hart aufgeschlagen | Prenzlberger Stimme

Weißenseer FC – SV Buchholz: Hart aufgeschlagen


 
Nach zwei Minuten des gegenseitigen Abtastens ging es auch schon zur Sache: Schneller Angriff von Buchholz aus der eigenen Hälfte heraus. Der Sturmlauf wird erst im Weißenseer Torraum gestoppt. Im unmittelbaren Gegenzug scheitert der FC am Torwart der Buchholzer.
Und dann…

Und dann entwickelte sich ein Spiel, das vor allem im Mittelfeld stattfand. Mit teilweise leichtem optischen

Übergewicht für den Landesligisten, ohne dass daraus aber irgendwelche zählbaren Vorteile für ihn entstanden wären.

Der Kreisligist SV Buchholz hielt auf Augenhöhe gegen, hatte nicht weniger Eckbälle und Torschüsse vorzuweisen als der Kontrahent. Das alles war ganz nett anzusehen, doch vom Hocker – so vorhanden – riss es einen nicht.

So war es fast folgerichtig, dass das erste Tor des Spiels aus einer Standartsituation heraus entstand.

43. Spielminute, Eckball für Buchholz von der linken Seite.
Der in den Torraum hereinfliegende Ball wird von einem Buchholzer Spieler aufs Tor gedroschen. Getroffen wird aber erst einmal die Brust des Weißenseer Torwarts.
Der Keeper kriegt die Kugel nicht zufassen, sie springt in die Höhe. Robert Hahn ist zur Stelle und drückt den zurückfallenden Ball mit vollem Körpereinsatz ins Netz.

Fassungslosgkeit bei den Weißenseern, Jubel bei Buchholz – mit dem Stand von 1:0 ging es in die Kabinen.

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In den ersten fünfzehn Minuten nach dem Wiederanpfiff überrollte der SV Buchholz seinen Widersacher geradezu mit Angriffen – allein: Dort, wo der Schiedsrichter in seiner zuweilen doch recht eigenwilligen Regelauslegung mal kein „Abseits“ erkannte, fehlte meist ein Anspielpartner, der den nach einem Sturmlauf geschlagenen Pass hätte aufnehmen können. Es schien, als wäre bei den Buchholzern immer nur ein Teil der Mannschaft bei der Sache.

Der Weißenseer FC löste sich aus dem ergebnislosen Powerplay der Buchholzer mit der wirksamsten aller Möglichkeiten: Mit einem erfolgreichen Gegenangriff. Der bringt dem Landesligisten zunächst erst einmal einen Eckball ein, der Eckstoß wird abgewehrt, dann eine Flanke in die Mitte des Strafraumes und Christopher Stettner drückt ab – 1:1 in der 62. Minute.

Nun war bei der Buchholzer Mannschaft die Aufregung groß, gegenseitige Schuldzuweisungen hallten über den Platz – die Konzentration auf das Geschehen auf dem Spielfeld hingegen ließ rapide nach.

So konnte denn auch zehn Minuten nach dem Ausgleich ein Weißenseer Spieler einem Buchholzer nahe des Mittelkreises mit Leichtigkeit den Ball vom Fuß nehmen und unbehelligt nach vorn stürmen.
Sein Schuss wird zwar vom Buchholzer Keeper noch

weggeschlagen, doch rechterhand stand schon der Schütze des 2:1 bereit. Eine Buchholzer Abwehr war in diesem Moment nicht in Ansätzen zu erkennen.

Nach dem Rückstand fing sich der Pokalsieger des Vorjahres, und suchte wieder den Weg nach vorn. Doch erneut fehlt es dem wacker stürmenden Tobias Otto an Anspielpartnern, so dass auch dieses Aufbäumen folgenlos blieb.
Das 3:1 für Weißensee erschien fast wie eine Blaupause des vorangegangenen Treffers: Angriff nach erfolglosem Buchholzer

Vorstoß, wieder kann der Tormann den Ball nicht festhalten – Lars Leps verwandelte in der 79. Minute.

Und noch einmal versuchte der SV Buchholz zumindest den Anschluss wieder herzustellen. Doch auch diese Angriffswelle wurde mit einem Gegentreffer (87. Minute) beendet.

Vier Gegentore in nur fünfzehn Minuten – der Überraschungssieger des Vorjahres ist hart aufgeschlagen.

 

 

Die Bilder vom Spiel kann man sich als Dia-(“Slide”)Show ansehen, wenn man auf PicLens klickt.

 

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