Weißenseer FC – Einheit zu Pankow: Himmel, Axxxx und Wolkenbruch | Prenzlberger Stimme

Weißenseer FC – Einheit zu Pankow:
Himmel, Axxxx und Wolkenbruch

Die letzten Minuten vor dem Untergang. Während sich droben am Himmelszelt das Unheil unaufhaltsam in Richtung Hanns-Eisler-Straße zusammenschob, versuchte unten auf dem Kunstrasen Pankows Einheit-Stürmer Djibril Plak für seine Mannschaft den Sieg zu erlaufen…
 
Wenige Minuten später und fast zeitgleich mit dem Ende der ersten Halbzeit schien die Nacht über Prenzlauer Berg hereingebrochen zu sein. Ein Sturm kam auf, der Himmel öffnete seine Schleusen und herab fielen… nein, keine Regentropfen …- walnussgroße Hagelkörner. Ob die Spieler den Abpfiff des Schiedrichters überhaupt noch wahrhenommen hatten und ob der Referee überhaupt noch dazu kam, mit der Trillerpfeife zu hantieren, war im Nachhinein nicht mehr festzustellen. Auf alle Fälle nahmen Spieler und Unparteische nach dem Abwurf der ersten Himmelsgeschosse Reißaus – vom anderen Ende des Spielfeldes waren die Flüchtenden nur noch schemenhaft wahrzunehmen.
 

Dann war für einen Moment Ruhe, Petrus legte eine Kampfpause.
Um seine Waffen neu zu ordnen.


 

Die Fußballer missverstanden dies Waffenstillstand. Die ersten wagten sich bereits ins Freie – da brach die zweite himmlische Angriffswelle über den Platz herein: So musste die Sintflut begonnen haben…
Wohl dem, der nahe beim Bierwagen stand.


 
Da eine Ende des himmlischen Strafgerichtes nicht abzusehen war, einigten sich die Kontrahenten des Tages, die in den sicheren Katakomben des Sportplatzes Schutz gefunden hatten, darauf, den Kunstrasenplatz an diesem Tage nicht mehr zu betreten und stattdessen den dritten Platz sowie die damit verbundene Prämie brüderlich zu teilen
 

Kaum war dieses beschlossen und besiegelt, klarte der Himmel auf und die Schleusen wurden geschlossen.
 

Also gingen die nun brüderlich vereinten einstigen Konkurrenten um Platz Drei ins Freie, um dem Herrn über Blitz, Donner, Hagel und Regen für sein Einsehen zu danken…

 

Was zuvor passierte (Fußball wurde ja auch noch gespielt)


Beide Mannschaften begannen offensiv.
In der 9. Spielminute die erste Großchance für den VfB Einheit zu Pankow: Djibril Plak nimmt kurz hinter der Mittellinie den Ball auf und jagt ihn über dreißig Meter an die Latte. Zwei Zentimeter tiefer und der Ball wäre im Kasten gelandet – Weißensees Torwart, der spät reagierte, hätte ihn nicht mehr erreicht.
Unmittelbar im Gegenzug dann ein Angriff des Weißenseer FC – Pankows Keeper konnte den Ball ins Tor-Aus lenken, der Eckstoß blieb folgenlos.

Übersehbar: Dem Offensivdrang beider Mannschaften stand ein ziemlich nachlässiges Abwehrverhalten gegenüber.

Als die Pankower in der 15. Spielminute einen ihrer Angriffe starteten, war vor dem offensichtlich falsch plazierten Weißenseer Tormann weit und breit kein Verteidiger zu sehen, der ihm hilfreich zur Seite springen konnte. So hatte Einheit Stürmer Andreas Fox keine Mühe, die Kugel zu versenken – 1:0 für Pankow.

In der 19. Spielminute nahm der Weißenseer FC Revanche. Ausgehend vom rechten Mittelfeld lief der Ball über zwei Stationen, Mike Braun war zur Stelle – 1:1.
dann war wieder der VfB Einheit an der Reihe. In der 29. Minute wird eun Ball aus dem linken Mittelfeld in den Weißenseer Strafraum gespielt, ein dazulaufender Pankower

Spieler erwischte ihn auf der Höhe des Elfmeterpunktes und wuchtete das Gerät über die Torlinie – 2:1 für den VfB Einheit zu Pankow.

Das muntere Hin und her mit drangvollen Stürmern und desolater Verteidigung nahm weiter seinen Lauf. Es hätte noch ein torreicher Abend werden können – doch dann begann der Liebe Gott mit Eiskugeln zu werfen…

 

 

 

Die Bilder vom Spiel kann man sich als Dia-(“Slide”)Show ansehen, wenn man auf PicLensklickt.

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