Und wieder geht ein Jahr | Prenzlberger Stimme

Und wieder geht ein Jahr

Schon wieder ist ein Jahr rum. Hatten wir nicht gerade erst die Saison 2011/2012 beendet und uns freudestrahlend in die Sommerferien verabschiedet? Naja, Sommer wohl weniger, aber dafür Ferien. Aber auch diese gute Zeit des Faulenzen und Nichtstun von rund sechs Wochen sollte wie im Fluge vergehen. Am Sonntagnachmittag (29. Juli 2012) kamen 110 Rotationer aus ihren Urlaubsdomizilen Amerika, Spanien, Holland, Türkei, Ostsee und Balkonien zum Cantianstadion. Dort warteten bereits zwei Busse zur Abfahrt ins jährliche Trainingslager im Jugenddorf am Ruppiner See. Neu war in diesem Jahr, dass das Trainingslager einen Tag länger als gewohnt ging und es diesmal eine rekordverdächtige Anzahl an Nachwuchsfußballern der SG Rotation in das Ruppiner Land verschlug.

Bernd, der Busfahrer

Die allseits bekannten Rituale waren schnell erledigt – Begrüßung des Trainers, Krankenkassenkarte abgeben, Süßigkeiten einsammeln, Koffer in den Bus und dann um die besten Sitzplätze gestürmt.
Mit dabei war auch unsere Busfahrerlegende Bernd, den die Jungs mit großem Jubel begrüßten und unter den 110 Rotationern auch 18 Kicker der 1. E. Die Saison 2012/2013 ist damit eröffnet.

Nach der Ankunft hieß es Zimmer verteilen, Betten beziehen und kurz mal hingehört, was die Trainer sich so ausgedacht hatten. Dann wurde das Jugenddorf unsicher gemacht und gedanklich auf den ersten Trainingstag eingestimmt.

Was wird die Jungs wohl alles spannendes erwarten und wie werden sie die Tage und das Programm meistern?

Am Montag ging es dann auch richtig los. Das Trainingsprogramm war anspruchsvoll. Dreimal am Tag standen abwechslungsreiche Einheiten auf der Tagesordnung. Immerhin galt es die Jungs fit zu machen für die bevorstehenden Aufgaben in der Leistungsstaffel. Zielstellung für diese Saison soll ein sportlicher Fortschritt in Sachen Fußball sein und das technisch-taktische Repertoire verfeinern. Alle Spieler zogen erwartungsgemäß gut mit. Aber hier und da mußte auch an den inneren Schweinehund appelliert werden, das Training nicht zu locker zu nehmen. Ehrgeiz und Einsatz wurden immer an erster Stelle gefordert. Am ersten Abend merkten die Jungs bereits, dass sich in ihren kleinen Körpern etwas verändert. Ja, der Muskelkater stellte sich ein und einige hatten nach eigener Auskunft auch Füße wie Blei.

Die darauffolgenden Tage waren von vielen Trainingseinheiten geprägt. Neben dem Rasenplatz, wurde auch der Kunstrasenplatz unsicher gemacht. Und zur großen Freude der Jungs wurden auch in den Soccerkäfigen einige Turniere gespielt. An Abwechslung und Spaß mangelte es nicht. So hatten unsere Rotationer auch viel in der heimatlichen Post zu berichten, obwohl es scheinbar eher die Eltern waren die das „Heimweh nach dem Kinde“ plagte. Zumindest soviel Ferienpost wie in diesem Trainingslager hatten wir noch nie. Aber auch ein Ritual durfte bei unseren 1.E-Junioren nicht fehlen – die „Gute-Nacht-Geschichte“. Hier hatte der Trainer bereits gedacht, dass die Jungs dies im nunmehr fortgeschrittenen Alter von 10 Jahren nicht mehr als cool ansehen – doch da hatte er sich getäuscht. Jeden Abend wurde im Chor die Geschichte gefordert und es wurde erzählt, bis auch der Letzte im Traumland verschwand.

Neben dem vielen Training gab es aber auch genügend Zeit für Freizeit und Erholung. So wurde der Ruppiner See aus allen Lagen unsicher gemacht.
Es wurde gebadet und gesprungen. Es wurde getobt und Ball gespielt. Auf Surfbrettern versuchten die Jungs ihre Geschicke und brachen mit Kanus auf zur Seeumpaddelung.
Ebenso gab es innerhalb der Mannschaft drei Geburtstagskinder. Noam, Marc und Stefan luden zu Geburtstagsfeten und sorgten für reichlich Schlemmereien an ihren Festtagen.

Als kleines sportliches Highlight wartete der Donnerstag auf die 1.E. Am Vormittag ging es gemeinschaftlich in den Kletterturm nach Neuruppin. Hier wurde an verschiedenen hohen Kletterwänden geklettert was das Zeug hielt. Die 15m-Wand ging es hinauf, an der 8m-Wand wurde um die Wette geklettert, die Strickleiter wurde ausprobiert und auch die vielen kleinen Kletteraufgaben bewältigt. Nach zwei Stunden hatte die Mannschaft einmal den gesamten Turm erklettert. Am Nachmittag besuchte uns dann die 1. E des SV Neuruppin zum Testspiel. Bereits nach wenigen Minuten war jedoch klar, dass unsere Jungs dem Gegner um Längen voraus waren und das Spiel zu keiner Zeit ernstlich in Gefahr war. Es schien, als hätten sich die Trainingseinheiten ausgezahlt.

Somit neigte sich das Trainingslager dem Ende entgegen. In vielen Übungen wurde das Passspiel, das Dribbling, der Torschuß verfeinert sowie das 1 gegen 1 Verhalten perfektioniert. Unser Trainingslager war anstrengend, aber auch eine gute Basis für die kommenden Trainingswochen und Punktspiele. Am letzten Abend fachsimpelten unsere kleinen Rotationer am Lagerfeuer bei Knüppelteig und Marshmallows über die kommende Saison. Einige nutzten das herrliche Sommer(!)wetter und genossen das abendliche Bad im See. Eine sportlich schöne Woche ging dem Ende entgegen.

Am Freitag dann wieder die üblichen Rituale. Zimmer räumen – Betten abziehen – fegen und Koffer packen. Schnell noch einmal ein kleines Spiel und dann mit Freude die Abschlusspizza verspeist. Dann kam auch schon Bernd um die Ecke und verlud sichtlich müde aber glückliche Rotationer. Viel Fußball steckte in den kleinen Knochen, aber auch viel Elan und Kraft für die neue Saison. Aufgeregt und freudig warteten die Mamas und Papas am Cantianstadion. Viel wußten sie bereits aus dem Trainingslager. Denn auch das war neu – dieses Jahr gab es ein Onlinetagebuch mit vielen Bildern. Nach der Verabschiedung verschwanden alle Jungs so schnell, wie sie noch vor sechs Tagen erschienen waren. Aber bereits am Montag gab es auf dem Tesch ein Wiedersehen. Denn die Saison 2012/2013 ist eröffnet und damit auch der Trainingsbetrieb.
 

 

Galerie:
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© Fotos: Thore Rehbach

 

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