Ein Turnier ohne Gastgeber | Prenzlberger Stimme

Ein Turnier ohne Gastgeber

SONY DSCIrgendwann wusste keiner mehr, wann dieses Turnier eigentlich beginnen sollte – um 11:00, 11:15 oder 11:30? Der erste Anpfiff ertönte dann schließlich um 11:36Uhr, weit nach dem in der Einladung mitgeteilten Turnierbeginn. Und es begann ohne Teilnahme einer Mannschaft des Veranstalters Viktoria Mitte. Was es nicht alles gibt!
 
SONY DSCDafür war das Turnier aber international besetzt. Es gab zwei Mannschaften aus Poznan, die der Einladung gefolgt waren. Gegen Poznan B mussten die Jungs vom Teschsportplatz in ihrer Staffel auch gleich ran. Und es ging auch gleich gut los. In der 3. Minute zog Luca ab und schon stand es 1:0. Die polnische Mannschaft zeigte sich unbeeindruckt und erzielte schon bald danach den Ausgleich zum 1:1. Das aber bewirkte bei den Rotationern nur ein noch engagierteres Auftreten mit einem Luca in vormittäglicher Topform. Er war es nämlich, der die Tore zum 2:1 und 3:1 nachlegte und den Schwarz-Weißen einen Einstand nach Maß bescherte.

02Im zweiten Spiel traf man auf Türkiyemspor, die allerdings nicht mit Ihrer 1.E angetreten waren. Von der Papierform also ein durchaus zu lösende Aufgabe, obwohl auch ein solches Spiel erst einmal gewonnen werden muss.

Aber genau das taten die Jungs aus der Tescharena.

Jonathan mit einem sehenswerten Fernschuß, Julius mit einem Kopfball (!) nach Eckstoß und Can nach schöner Vorarbeit von Luca schossen schnell eine beruhigende 3:0 Führung heraus. Der Ehrentreffer zum 1:3 Endstand tat da nicht wirklich weh, gab allerdings den Jungs von Türkiyemspor auch noch mal die Gelegenheit zum Jubeln.

03Das letzte Gruppenspiel musste nun gegen Empor Berlin bestritten werden – jenem Konkurrenten aus Prenzlauer Berg also, gegen den die Rotationer vor einigen Wochen im Punktspiel noch unterlegen waren. Hier allerdings war davon nichts zu sehen. Es gab in einem kampfstarken Spiel Chancen auf beiden Seiten. Dass es am Ende bei einem 0:0 blieb, war ausgesprochen gerecht.
Die Jungs vom Teschsportplatz zogen als Gruppensieger ins Halbfinale ein. Allerdings hatte man alle Spiele ohne Ersatzspieler bestritten, was bedeutete, dass die 6 Spieler bereits volle 3 Spiele in den Knochen hatten. Würde das gutgehen?

SONY DSCPoznan A hieß der Gegner im Halbfinale. Wieder entwickelte sich ein sehr engagiertes Spiel. Ein wirklicher Kräfteverlust war nicht zu bemerken, oder vielleicht doch? Denn in der spielentscheidenden Szene fehlte wohl dann doch ein Fünkchen Aufmerksamkeit.

Jedenfalls kamen die Spieler aus Poznan zu einem späten 1:0. Und obwohl die Spieler aus Prenzlauer Berg alles versuchten, schafften sie es nicht mehr, noch den Ausgleich zu erzielen. Wieder einmal scheiterten sie im Halbfinale und es gab reichlich Tränen und gesenkte Köpfe.

SONY DSCEin Turniersieg stand nun nicht mehr zur Debatte, aber es gab ja noch das Spiel um Platz 3.
Fortuna Pankow hieß der andere Halbfinalunterlegene, und hier sollte noch einmal ein versöhnlicher Abschluss geschafft werden.
Und es begann vielversprechend.
Can schoss zum 1:0 ein, welches allerdings postwendend mit dem Ausgleich beantwortet wurde. Luca erzielte mit seinem 4. Turniertreffer die erneute Führung zum 2:1. Aber auch diese Führung reichte leider nicht bis zum Schlusspfiff, denn die Fortunen aus Pankow kamen noch zum 2:2. So musste also das 9-Meter-Schießen über Platz 3 und 4 entscheiden.

06Jeder, der ein solches Schießen vom Punkt mal mitgemacht hat, weiß, dass es einem Glücksspiel ähnelt. Zum Schluss gewinnt nämlich nicht der Bessere, sondern der Glücklichere.
Der diesmal Fortuna Pankow hieß.
Während die Rotationer alle drei Schüsse nicht im Tor unterbringen konnten, trafen die Fortunen mit ihrem letzten Schützen zum 1:0. So etwas nennt man wahrlich Pech!

Ein 4.Platz bei 8 teilnehmenden Mannschaften stand am Ende des Turniers zu Buche. Und das mit sehr ansehnlichem Fußball, den sechs Spieler, die alle Spiele durchspielten (!), auf die Platte gezaubert hatten.
Zudem gab es einem tollen Torschützen Luca und zwei Spieler, die sogar noch ausgezeichnet wurden: Aguibou als bester Torwart und Yannis als bester Abwehrspieler! Na bitte!

In diesem Sinne: Rolle, rolle –Rotation!
 
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Galerie:
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© Fotos Dirk Grabowski

 

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