So sehen Sieger aus! | Prenzlberger Stimme

So sehen Sieger aus!

Hallenturnier der SV Berliner Brauereien

Wer hätte das gedacht. Nachdem das erste Hallenturnier der Saison richtig bin die Hose ging und beim nächsten gerade mal so ein lässlicher Mittelfeldplatz erreicht wurde, standen die Jungs am Samstag ganz oben: Turniersieg – der erste der 1. F-Jugendmannschaft überhaupt! Trainer Sascha Kummer war ganz gerührt: Was für ein (Vor)Weinachtsgeschenk! Wie aber kam es zu diesem unglaublichen Leistungssprung? – Versuch einer Erklärung…
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Aufstellung zu Beginn des Turniers. Die Jungs schauten nicht unbedingt glücklich drein. Severin (hinten) war – dem Gesicht nach zu urteilen – von einem heftigen Unwohlsein geplagt. Seinem Stürmerkollegen Simon (zweiter Rotationer von rechts) schien es ähnlich zu gehen, zudem hielt er auffällig die Hände vor den Bauch. Torwart Mathis schaute sehnsüchtig in die Richtung, in der die Veranstalter ein Buffet errichtet hatten. Trainer Sascha Kummer (rechts hinten) blickte ebenfalls dorthin – wenn auch eher skeptisch.
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Im ersten Match spielten die Rotationer gegen die 1. Mannschaft des Veranstalters SV Berliner Brauereien. Rotation schien dem Gegner weit überlegen zu sein, stürmte immer aufs neue in Richtung Brauereien – doch seltsam: Kurz vor dem Tor fielen die Schwarz-Weißen plötzlich um.
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Der Vorgang wiederholte sich: Abstoß, Spielaufbau, Angriff, Umfallen; Abstoß, Spielaufbau, Angriff, Umfallen; Abstoß, Spielaufbau, Angriff, Umfallen… .
Kurz vor Ende der Begegnung stürmte dann auch einmal die Mannschaft der Brauereien. Da dort aber niemand um-
fiel, landete der Ball prompt im Rota-
tion-Tor. Dabei blieb es dann auch. Endstand: 1:0 für den Ausrichter des Turniers, die SV Berliner Brauereien.
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Trainer Sascha Kummer war ratlos. Wie könnte er seine Mannschaft endlich auf Erfolgskurs bringen? In seiner Not befragte er einen zufällig beim Turnier anwesenden berühmten Fußballologen. Doch dessen Vorschläge – das eigene Tor mit der Öffnung zur Wand stellen, selber als Schüler verkleidet auflaufen, die Spieler auf Hallenhalma umschulen – waren auf die Schnelle nicht zu verwirklichen.


Währenddessen – die Mannschaft hatte gerade spielfrei – machte sich Aguibou, der an diesem Tag in der Abwehr zugange war, auf den Weg, um die Räumlichkeiten der Turnierhalle etwas genauer zu erkunden. Und es dauerte auch gar nicht lange, da entdeckte er etwas, dem er nun wirklich nicht widerstehen konnte…

 

 

 

 

 


Ein knackiges heißes Würstchen mit Senf!
Aguibou langte kräftig zu. Doch seine Mannschaftskameraden waren unsicher: Ob das wohl gut geht – Würstchenessen während des Turniers? Doch Aguibou konnte die Bedenken nicht verstehen.

 

 

 

 

 

 


Schließlich wollte sich auch Gavin nicht mehr zurückhalten. Er ließ sich die elterliche Geldbörse aushändigen und kaufte erstmal ein Nougatbrötchen.

 

 

 

 

 

 

 


Kaum waren Würstchen und Nougatbrötchen verputzt, wurde die Mannschaft auch schon aufs Spielfeld gerufen. Der Lichterfelder FC stand schon bereit – hatte aber keine Chance. Die Rotationer – immerhin mit zwei gestärkten Spielern – gewannen 1:0!

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sascha, der Trainer, war völlig überrascht: Eben noch verloren – und nun plötzlich Sieger? Woran könnte das bloß gelegen haben? Ah, dachte er sich schließlich: Das lag bestimmt an meiner einzigartigen und völlig genialen Taktik! Aber welche Taktik war das gleich nochmal? Verdammt! Welche Taktik…welche Taktik…
welche Taktik…welche…

Seine Gedanken wurden durch eine Lautsprecherstimme unterbrochen: „Nächstes Spiel Eintracht Mahlsdorf gegen Rotation Prenzlauer Berg – die Mannschaften bitte aufs Spielfeld!“

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Dafür, dass dieses Spiel nun ohne Taktik über die Bühne gehen musste, lief es zwar ganz gut – aber es blieb bei einem 0:0 . Leider ist nie bekannt geworden, für wen.

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Nachdem Mahlsdorf also beinahe bezwungen wurde, der Trainer aber noch immer irgendwo darüber nachdachte, welche geniale Taktik er für seine Mannschaft anwenden wollte und daher nicht ansprechbar war, zeigten Aguibou und Gavin den anderen, welche Entdeckung sie gemacht hatten…

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Und als die Jungs all die Köstlichkeiten sahen, gab es kein Halten mehr. Jeder griff zu…

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…und mampfte, was das Zeug hielt. Das Ergebnis ließ denn auch nicht lange auf sich warten.

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Rotation gegen SV Blau Gelb: 4:0


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Rotation – SV Berliner Brauereien 3:0


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Rotation-Rot Weiß Viktoria Mitte 1:0
 

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Rotation – VfB Friedrichshain 2:0 – TURNIERSIEG
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Donnernder Applaus von den Rängen. Die Fans in der Südkurve tobten vor Begeisterung
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Nachdem die Siegerehrung vorbei war, wollte es der Trainer nun aber wissen: Sagt mal, Jungs, wie habt
ihr das eigentlich geschafft? So ganz ohne meine geniale Taktik?
Sie haben es ihm verraten…
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